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Astor Piazzolla

Astor Piazzolla wurde am 11. März 1921 in Mar del Plata (Argentinien) geboren. Von 1924-37 lebte er mit seinen Eltern in New York. Bereits mit neun Jahren begann er, das Bandoneón-Spiel zu erlernen. Bald darauf erhielt er auch Klavierunterricht bei Bela Wilder, einem Schüler Rachmaninovs, um das Arrangieren von Klaviermusik für Bandoneón zu erlernen. Schon mit 13 Jahren beteiligte ihn Carlos Gardel an den Aufnahmen zu dem Film "El día que me quieras". 1937 kehrte er zurück nach Argentinien und wirkte dort in Anibal Troilos Orchester als Musiker und Arrangeur mit.

 

Von 1939-45 setzte er seine Studien bei Alberto Ginastera fort und gründete 1946 sein erstes eigenes Orchester, das er vier Jahre lang leitete. Fortan widmete er sich ausschließlich der Aufführung und Komposition von sinfonischer und Kammermusik und erhielt hierfür verschiedene Preise. Ein Stipendium der französischen Regierung ermöglichte ihm 1954, nach Paris zu gehen, wo er zunächst bei Hermann Scherchen Dirigieren lernte und dann Schüler von Nadia Boulanger wurde. Sie ermutigte ihn, sich auf seine kulturelle Identität rückzubesinnen und mit seinen Kompositionen wieder dem Tango zuzuwenden. Zurück in Argentinien gründete er das "Octeto Buenos Aires" und das "Orquesta de Cuerdas", sah sich nun jedoch mit seiner Musik, mit der er vielen zu sehr in die Tradition des Tangos eingriff, heftiger Kritik ausgesetzt und von Medien und Schallplattenfirmen boykottiert. Von 1958-60 arbeitete er daher mit Schallplattenfirmen, Rundfunk und Fernsehen in New York und gründete anschließend in Buenos Aires sein berühmtes "Quinteto Tango nuevo" (Bandoneón, Violine, E-Gitarre, Kontrabaß, Klavier), das 25 Jahre lang Bestand haben sollte. Neben den zahlreichen Tourneen und Konzerten schrieb er in den folgenden Jahren weiterhin sinfonische und konzertante Werke, darunter die Kammeroper "María de Buenos Aires", "Tangazo" und das Oratorium "El Pueblo Joven". Ende der 60er Jahre entstanden dann auch einige vokale Tangos. Die "Balada para un loco" wurde schließlich ein weltweiter Erfolg und öffnete seine Musik einem breiten Publikum. 1971 gründete er das "Conjunto 9", in dem auch ein Schlagzeuger mitwirkte - ein Novum für den Tango. Ein Angebot Bernardo Bertoluccis, die Filmmusik für dessen Film "Der letzte Tango in Paris" zu schreiben, mußte er 1972 wegen anderer wichtiger Engagements, so einem Konzert im berühmten Theater Colón in Buenos Aires, ablehnen. Zahlreiche Auslandsaufenthalte ermöglichten ihm in den folgenden Jahren, mit vielen international bekannten Künstlern zusammenzuarbeiten. 1979 gelangte das "Concierto para Bandoneón" zur Uraufführung. Neben reger Konzerttätigkeit mit dem Quintett waren ihm später Auftritte mit Sinfonieorchestern, in denen er als Solist seine Werke aufführte, ein besonderes Anliegen. 1989 schrieb er für das KRONOS-Quartett die "Five Tango Sensations", sein letztes größeres Werk, das sich über 55 Wochen in den US-Charts hielt. Astor Piazzolla starb am 4. Juli 1992 in Buenos Aires an den Folgen eines Gehirnschlages.